Die gehemnisvolle Suppletion


Die Begriffe Suppletion und Suppletivformen klingen für manche geheimnisvoll. In diesem Beitrag möchte ich euch aber davon überzeugen, dass nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird.

Die Suppletion ist ein Flexionsmittel. Ihr wisst bestimmt, dass Wörter unter manchen Bedingungen bestimmten Änderungen vorliegen - in der Sprachwissenschaft sagt man, dass Wörter flektiert werden. Im Deutschen gibt es sowohl flektierbare als auch nicht flektierbare Wortarten. Zu der ersten Gruppe zählen Substantive, Verben, Adjektive, Adverbien. Zu der zweiten gehören u.a. Junktionen und Präpositionen.

Manche flektierbaren Wörter unterliegen der Suppletion - d.h. ihr Stamm ändert sich völlig bei bestimmten grammatischen Merkmalen.

Um euch dieses Phänomen zu veranschaulichen, nehmen wir als Beispiel die Steigerungsformen der Adjektive jung und gut.

Das Adjektiv jung wird folgendermaßen gesteigert: jung - jünger - jüngste. Ihr könnt also sehen, dass hier sowohl Flexionssuffixe (-er, -ste) als auch der Umlaut (u -> ü) ihre Anwendung fanden. Der Stamm blieb in der Mehrheit erhalten.

Schaut euch jetzt die Steigerungsformen von gut an: gut - besser - beste. Ihr habt bestimmt gemerkt, dass sich der Stamm im Komparativ (besser) und dem Superlativ (beste) völlig geändert hat. So sieht eben die Suppletion aus. Die einzelnen Formen, die einen anderen Stamm als die Grundform aufweisen, heißen Suppletivformen.

In der deutschen Sprache gibt es viele Beispiele für dieses Flexionsmittel:

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